Die Süße des Lebens

Ohne die Süße im Leben versauern wir; auch deswegen lieben wir süße Speisen und Getränke. Kaum ein industriell hergestelltes Nahrungsmittel kommt ohne Zucker oder Zuckerersatzstoffe aus. Beim Verzehr von Süßem fühlt sich bereits der Gaumen gestreichelt, Glücksgefühle verteilen sich im Körper und eine wohlige Zufriedenheit umhüllt uns. Mit dieser ist es dann schlagartig vorbei, wenn der Hosenbund kneift oder die Waage Zahlen aufruft, die wir lieber nicht sehen möchten. Frustriert schwören wir uns, nie wieder unserem Verlangen nach Süßem so nachzugeben. Oft fällt in diesem Zusammenhang auch der Begriff der begangenen Sünde.  

Die Suche nach Lösungen beginnt:

Was ist eigentlich mit Süßstoffen?

Wir brauchen wenig davon, da sie sehr viel intensiver süßen als Zucker. Der gewünschte Süßgeschmack wird erzielt, ohne dass so gut wie keine Kalorien zugeführt werden. Folgende Süßstoffe sind nach EU-Recht zugelassen: Cyclamat, Aspartam, Acesulfam, Saccharin, Neochesperidin, Thaumathin. So weit so gut. Nun kommt wie fast immer ein ABER ins Spiel: Die meisten Süßstoffe sind synthetisch hergestellte Verbindungen, die wenigsten haben einen natürlichen Ursprung. Sie fördern Heißhungerattacken und verzögern unser Gefühl satt zu sein. Zudem kann eine Fruktoseintoleranz gefördert werden, weil die Süßstoffe die Aufnahme von Fructose verschlechtern. Die Kohlenhydrate aus der Nahrung können nicht optimal verarbeitet werden, wodurch sich der Blutzuckerspiegel erhöht. Zu guter Letzt schwächen wir selbst unser Immunsystem ? zu 80% sitzt dieses in der Darmschleimhaut. Damit ein stabiler Schutz gegen Krankheitserreger aufgebaut werden kann, müssen bestimmte Bakterien in gesunden Mengen an der Darmschleimhaut angesiedelt sein. Süßstoffe verändern genau dieses sensible Gleichgewicht.


Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Folgen aus dem Verzehr von Süßstoffen sind noch nicht vollständig. Aber die bereits bekannten Konsequenzen sind so schwerwiegend, dass wir auf den Einsatz von Süßstoffen und süßstoffhaltigen Lebensmittel und Getränke lieber verzichten sollten. Nicht nur, dass das Gewicht mehr statt weniger wird, wir können unserem Körper auch langfristig schädigen.

Was ist mit natürlicher Süße?

Die Natur bietet uns Honig, Birnen- oder Apfeldicksaft oder Agavensüße.

 

Was ist noch zu tun?

Statt sich ein Gefühl der wohligen Zufriedenheit anzuessen, kann Bewegung mit viel Spaß nachhaltig gute Laune bringen. Glückshormone beflügeln unser Leben. Dabei ist nicht von Leistungssport die Rede, sondern von sich bewegen bei Musik, beim Walken in der freien Natur oder beim Schwimmen im Element Wasser. Probieren Sie es mal aus ? nach der Bewegung viel Wasser trinken und die Aktivitäten im Körper genießen. In der Regel schlafen Sie auch viel besser und machen sich am nächsten Tag gut regeneriert ans Werk.

Warum die Süße der Industrie benutzen, wenn wir selbst, gewusst wie und gesundheitsfördernd für unsere Süße im Leben sorgen können?!